Reanimation als System: Einordnung und klinische Relevanz der ERC-Leitlinien 2025

Die ERC-Leitlinien 2025 definieren Reanimation als ein integriertes, patient:innenzentriertes Gesamtsystem, das über klassische Algorithmen hinausgeht und Systemfaktoren, Nachsorge sowie ethische Entscheidungsfindung betont. Ziel des Artikels ist es, die wesentlichen Neuerungen für die klinische Praxis darzustellen und zu zeigen, wie die einzelnen Kapitel der Leitlinien zusammenwirken, um eine outcome-orientierte Versorgung zu gewährleisten.

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Laryngeal mask airway (LMA) Bering inserted in a simulated patient airway by a health care professional wearing gloves and surgical scrubs

Atemwegsmanagement während der kardiopulmonalen Reanimation

Die Leitlinien 2025 des European Resuscitation Council (ERC) empfehlen einen stufenweisen Ansatz für das Atemwegsmanagement während der kardiopulmonalen Reanimation, der sich an den Kompetenzen der handelnden Personen und der Situation orientiert. Die ÖGARI unterstützt diese Empfehlungen und hebt die Vorteile von Larynxmasken gegenüber Larynxtuben hervor, betont jedoch die Notwendigkeit entsprechender Schulungen für Rettungsdienstmitarbeiter bei einer Umstellung.

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NIR mit Bett und Liege

Spezialisierung statt Facharztausbildung für Notfallmedizin!

Nach Inkrafttreten der Spezialisierung in „Klinischer Akut- und Notfallmedizin“ müssen Weiterbildungsstätten etabliert und die Notfallabteilungen personell sowie organisatorisch weiterentwickelt werden, um die umfassende Versorgung aller Notfallpatient:innen zu gewährleisten. Ziel der Anästhesie sollte es sein, nicht nur in der prähospitalen Notfallversorgung aktiv zu sein, sondern auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Akutbereichen zu fördern.

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Closeup of woman receiving CPR by medics on the scene.

DFP: Notfallmanagement blutender Traumapatient:innen – aktuelle Empfehlungen

DFP-Literaturstudium AN 4/25: Schwere Blutungen nach Schädel-Hirn-Trauma sind eine der häufigsten vermeidbaren Todesursachen innerhalb der ersten 24 Stunden. Eine rasche Blutungskontrolle und die Wiederherstellung des zirkulierenden Volumens sind entscheidend, um einen Teufelskreis aus Hypovolämie, Gewebehypoxie und Gerinnungsstörungen zu verhindern.

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Trekker resting in height mountain

DFP: Akute Höhenerkrankungen

DFP-Literaturstudium AN 3/25: Ein zu schneller Aufstieg in Höhen über 2.500–3.000 m birgt das Risiko, eine der drei Formen der akuten Höhenkrankheit zu entwickeln. Dieser Artikel behandelt die akute Bergkrankheit (ABK), das Höhenhirnödem (HHÖ) und das Höhenlungenödem (HLÖ). Alle drei Krankheitsbilder können innerhalb weniger Stunden bis zu 5 Tagen nach Aufstieg in die Höhe auftreten.

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Mitarbeiter beim Notruf vor mehreren Monitoren

Zielgerichtete Alarmierung von Notarztsystemen

Die präklinische Notfallversorgung in Niederösterreich wurde durch eine Überarbeitung der Alarmierungs- und Ausrückordnung (AAO) verbessert, um die Diskrepanz zwischen dem notärztlichen Interventionsbedarf und der Anzahl alarmierter Notarzteinsatzfahrzeuge zu verringern. Die neue AAO fördert eine kompetenzorientierte Ressourcensteuerung und zeigt erste Erfolge in Form eines Rückgangs nicht indizierter Notarzteinsätze.

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